10d 2019 20/Chemie: Unterschied zwischen den Versionen
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==Arbeitsauftrag Chemie für den 25.05.== | |||
{{Box-spezial | |||
|Titel=<span style="color:#607">'''Redox-Reaktionen'''</span> | |||
|Inhalt= | |||
In der letzten Einheit habt ihr einen typischen Reaktionstyp kennengelernt: Die '''Säure-Base-Reaktion'''. Dabei wird ein '''Proton''' von einem Teilchen auf ein anderes übertragen. Heute soll es um einen Reaktionstyp gehen, bei dem '''Elektronen''' von einem Teilchen auf ein anderes übertragen werden. Ihr kennt solche Reaktionen bereits von der Bildung von Salzen aus den Elementen. Dabei gibt das Metall Elektronen ab. Diese Teilreaktion wird als '''Oxidation''' bezeichnet. Das Nichtmetall nimmt die Elektronen auf. Diese Teilreaktion wird als '''Reduktion''' bezeichnet. Beide Teilreaktionen können ähnlich wie bei Säure-Base-Reaktionen nur gemeinsam ablaufen. Die Elektronen können nicht irgendwo hin ins Nirvana abgegeben werden oder "aus der Luft" aufgenommen werden. Es muss immer der passende Partner vorhanden sein. Beide Teilreaktionen, die also immer zusammen ablaufen werden als '''Redox-Reaktion''' bezeichnet. <br> | |||
Zur Vereinfachung ist es aber tatsächlich üblich, beide Teilreaktionen getrennt voneinander zu betrachten, mit Elektronen die bei der Oxidation "herauskommen" und Elektronen, die bei der Reduktion "irgendwoher" aufgenommen werden.<br> | |||
Zum Vergleich hier noch einmal eine Säure-Base-Reaktion und eine Redoxreaktion in bildlicher Darstellung:<br> | |||
[[Datei:Redox1_VGL_SäBa_Redox.jpg|800px]]<br> | |||
Im oberen Beispiel ist bei der Bildung von Natriumchlorid sehr einfach zu erkennen, wer die Elektronen abgibt (das Na-Atom) und wer sie aufnimmt (das Cl-Atom). Im folgenden Beispiel ist das nicht so einfach: Eine violette Permanganat-Lsg. (die vereinfacht Mn<sup>7+</sup>-Ionen enthält), die man in eine bestimmte Sulfit-Lsg. tropft, färbt sich grün (was auf Mn<sup>6+</sup>-Ionen zurückzuführen ist). Gleichzeitig tauchen im Reagenzglas Sulfat-Ionen auf: <br> | |||
[[Datei:Redox1_VMn7zuMn6.jpg|800px]]<br> | |||
Dass die Mn<sup>7+</sup>-Ionen offensichtlich ein Elektron aufgenommen haben (also eine Reduktion vorliegt), ist leicht an der Ladung zu erkennen. Aber woher kommt dieses Elektronen?<br> | |||
Zunächst einmal: In dem dargestellten Versuch sind noch eine Reihe weiterer Teilchen beteiligt, aber die spielen hier keine Rolle. Das Elektron stammt tatsächlich aus der Reaktion vom Sulfit zum Sulfat: <br> | |||
[[Datei:Redox1_So3zuSo4_Blanc.jpg|800px]]<br> | |||
Woher soll man erkennen, dass diese Reaktion Elektronen liefert, also eine Oxidation stattfindet?<br> | |||
Der Trick besteht nun darin auch Moleküle formal (also "nicht in echt") in Ionen zu zerlegen. Denn bei Ionen zeigt eine sich verändernde Ladung sehr klar an, ob Elektronen aufgenommen oder abgegeben wurden.<br> | |||
Um diese Zerlegung vorzunehmen, betrachtet man alle bindenden Elektronenpaare in einem Molekül und teilt sie formal demjenigen Bindungspartner zu, der die höhere Elektonegativität (EN) hat. Nur bei exakt gleichen Partnern bekommt jeder ein Elektron des Paares zugeordnet.<br> | |||
Bsp.: Sulfit-Ion:<br> | |||
[[Datei:Redox1_Sulfit_OZbestimmen_1.jpg|800px]]<br> | |||
Nun zählt man die Elektronen, die jedem Atom auf diese Weise zugeordnet wurden und vergleicht diese Anzahl mit der Anzahl an Valenzelektronen, die dieses Atom laut PSE haben sollte. Liegen mehr Elektronen vor als "normal" entspricht die überschüssige Anzahl einer negativen Ladung, liegen weniger Elektronen vor, entspricht die fehlende Anzahl einer positiven Ladung. Man spricht allerdings nicht von einer "Ladung", sondern von der Oxidationszahl, die in der Schule üblicherweise als römische Ziffer angegeben wird (mit dem entsprechenden Vorzeichen).<br> | |||
Bsp.: Sulfit-Ion:<br> | |||
[[Datei:Redox1_Sulfit_OZbestimmen_2.jpg|800px]]<br> | |||
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Wendet dieses Verfahren auf das Sulfat-Teilchen an:<br> | |||
[[Datei:Redox1_Sulfat_OZbestimmen_0.jpg|400px]]<br> | |||
{{Lösung versteckt| | |||
[[Datei:Redox1_Sulfat_OZbestimmen.jpg|800px]]<br> | |||
|Lösung|Lösung ausblenden}} | |||
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Vergleicht nun Sulfit mit Sulfat. Jetzt kann man besser erkennen, woher die Elektronen für die Reduktion von Mn<sup>7+</sup>-Ionen zu Mn<sup>6+</sup>-Ionen gekommen sind! | |||
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{{Lösung versteckt| | |||
[[Datei:Redox1_Sulfit_zzu_Sulfat_EFluss.jpg|800px]]<br> | |||
|Lösung|Lösung ausblenden}} | |||
Manche von euch werden jetzt sagen: "Ja gut... aber woher kommt denn das vierte Sauerstoff-Atom beim Sulfat?<br> | |||
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Sehr gute Frage! - Das ist aber eine andere Baustelle. Wir bleiben heute nur bei dem Problem: Woran erkennt man, wie viele Elektronen bei der Reaktion von Molekülen frei werden (Oxidation) oder aufgenommen werden (Reduktion).<br> | |||
Wendet das heute gelernte Verfahren auf folgende Reaktion an und gebt an, wie viele Elektronen hier frei werden oder aufgenommen werden! <br> | |||
[[Datei:Redox1_AA1_H2O2_O2.jpg|800px]]<br> | |||
{{Lösung versteckt| | |||
[[Datei:Redox1_ML1_H2O2_O2.jpg|800px]]<br> | |||
|Lösung|Lösung ausblenden}} | |||
[[Datei:Redox1_AA1_NO2_NO3.jpg|800px]]<br> | |||
{{Lösung versteckt| | |||
Noch nicht vorhanden! - Wird am Mittwoch hochgeladen!<br> | |||
|Lösung|Lösung ausblenden}} | |||
[[Datei:Redox1_AA1_HCOOH_HCOH.jpg|800px]]<br> | |||
{{Lösung versteckt| | |||
Noch nicht vorhanden! - Wird am Mittwoch hochgeladen!<br> | |||
|Lösung|Lösung ausblenden}} | |||
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|Farbe= #607 | |||
|Rahmen= 0 | |||
|Rahmenfarbe= #DCF | |||
|Hintergrund= #DCF | |||
}} | |||
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{{Box-spezial | |||
|Titel=<span style="color:#060">'''Hausaufgabe'''</span> | |||
|Inhalt= | |||
In eurem Buch ist die Bestimmung der Oxidationszahlen völlig anders erklärt. Das hat Gründe. Ich möchte, dass ihr die Seiten 74 - 75 lest und die Aufgabe 1 a+b und die Aufgabe 2 a+c löst. Schickt mir eure Lösung bitte über den Schulmanager! | |||
|Farbe= #080 | |||
|Rahmen= 0 | |||
|Rahmenfarbe= #DFB | |||
|Hintergrund= #DFB | |||
}} | |||
== Arbeitsauftrag Chemie für den 20.05. == | == Arbeitsauftrag Chemie für den 20.05. == | ||
Version vom 24. Mai 2020, 07:36 Uhr
Diejenigen unter euch, die in der Oberstufe Chemie belegt haben, sollten diese Aufgaben wirklich bearbeiten. Bitte meldet mir Unklarheiten auch möglichst zeitnah zurück. Für diejenigen, die kein Chemie belegt haben, können die Aufgaben trotzdem ganz nützlich sein. Vor allem in der ersten Hälfte der elften Klasse in Biologie wird oft auf die chemischen Grundlagen bestimmter Stoffwechselreaktionen zurückgegriffen.
Arbeitsauftrag Chemie für den 25.05.
Arbeitsauftrag Chemie für den 20.05.
Arbeitsauftrag Chemie für den 18.05.
Arbeitsauftrag Chemie für den 11.05.
Arbeitsauftrag Chemie für den 04.05.
Arbeitsauftrag 27.04.
Für diesen Arbeitsauftrag solltet ihr ca. 30 Minuten benötigen.
Arbeitsauftrag 20.04.